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Schlaf ist ein besonderer Zustand 

Es können grundsätzlich zwei Schlafzustände unterschieden werden:

- Einerseits der "normale" Schlaf, der je nach Schlaftiefe unterschiedliche charakteristische Merkamle im EEG aufweist, mit zunehmender Erschlaffung der Muskelspannung einhergeht und aktuell in Leichtschlaf und Tiefschlaf unterschieden wird. Er wird in Abgrenzung zum Folgenden auch
Non-REM-Schlaf genannt

- Andererseits der REM-Schlaf (Rapid Eye Movement), bei dem sich schnelle Augenbewegungen und eine völlige Erschlaffung der Muskulatur beobachten lassen. In diesem REM-Schlaf finden in der Regel unsere Träume statt. Daher kann man den Sinn der erschlafften Muskulatur und die Ursache der schnellen Augenbewegungen gut deuten. Wäre die Körpermuskulatur aktiv, bestünde die Gefahr, daß wir den Traum in Form von Bewegungen "ausleben" und z.B. unseren Bettnachbarn oder auch uns selbst verletzen.

Dies ist aber nur EINE mögliche Störung unseres Schlafverhaltens. Daneben gibt es eine Vielzahl anderer Schlafstörungen, deren Ursache teilweise in uns selbst in Form von Krankheiten vorliegt, teilweise auch von uns unabghängig ist, wie zB in Form einer nur unzureichend verdunkelten oder lärmgeschützten Schlafstätte.

Um die Schlafqualität und die entsprechenden Einflussfaktoren ärztlich erfassen zu können verfügen wir inzwischen über eine grosse Zahl an speziellen Fragekatalogen, auch das Führen von Schlaftagebüchern mit Dokumentation der Bettgehzeiten, Befindlichkeiten und Einnahme von schlafbeeinflusenden Substanzen, wie zB Koffein, kann von großer Hilfe sein.

Die eigentliche Untersuchung des Schlafes findet im Schlaflabor statt. Hier werden die Patienten im Schlaf beobachtet und verschiedene Signale des Körpers und des Gehirns abgeleitet (EKG, Augenbewegungen, Muskelspannung, etc.).Zu den häufigsten Störungen des Schlafes zählen:

1. Schlafapnoe, also das wiederholte Aussetzen bzw. die wiederholte Einschränkung der Atmung im Schlaf. Häufig berichten die Bettpartner über unregelmäßiges, teils lautes explosives Schnarchen, die Betroffenen selbst klagen über Tagesmüdigkeit. Hierzu finden Sie weitere Informationen im Unterpunkt Schnarchen & Schlafapnoe links oben.

2. Ruhelose Beine am Abend, das sog. Restless-Legs-Syndrom (RLS), verursacht unangenehme Empfindungen in den Beinen in Ruhe, wird durch Bewegung gelindert und ist für die Betroffenen extrem quälend. Häufig damit verbunden ist im Schlaf das regelmäßige Bewegen der Beine oder auch Arme, Periodic Limb Movements in Sleep (PLMS).

3. Ein- und Durchschlafstörungen mit Berichten von Patienten über seit Jahren bereits allnächtliche, quälend lange Wachzeiten im Bett, deren Behandlung viel Konsequenz erfordert, auch oft den schrittweisen Entzug angewohnter "Schlafmittel".

4. Narkolepsie, bei der es zum plötzlichen Einschlafen der Betroffenen kommt, zu traumähnlichen Bildern beim Aufwachen oder Einschlafen, zu Aufwachen in vorübergehender Lähmung und zur plötzlichen Muskelschlaffheit bei Gefühlsausbrüchen.